Sonntag, 10. November 2013

... und Geist

10. November
Ich weiss jetzt nicht, ob ihr es schon wisst, dass ich einen Kurs bei einem lokalen Kohle-Künstler besucht habe. Michael Wann. Der letzte der 6 Abende war letzte Woche, zwei Tage nachdem sich der Halbbruder von Michael für den Freitot durch den Strick entschieden hat... Trotzdem hat Michael den Kurs durchgeführt, dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ach, und dass ihr mir glaubt, dass ich da war, hier noch zwei Bilder... Was ich für mich gelernt habe: Mit Kohle malen statt zeichnen...
5. Abend: Eine Waldstrasse in der Nähe von Sligo....

6. Abend: W.B. Yeats in seinen jungen Jahren


5. November - Etwas inspiriert von der Maskerade, die hier jährlich an Halloween stattfindet und mehr mit dem festländischen Fasnacht zu vergleichen ist, habe ich dieses kleine Gedicht verfasst, von dem ich glaube, dass sich so mancher oder manche wiederkennt...

Ich als mich:

Heute hab ich mich als mich verkleidet,
keiner hat's gemerkt,
wie immer.

Ich war fast ganz Ich,
glaub ich;

woher sollt ich's auch wissen,
wie auch

ich spiel die Rolle ja jeden Tag,
dass sogar ich's selber glaub,
ich bin mich.




6. Oktober - Yeats wusste was es mit der Quelle der Kreativität auf sich hatte, hier in Sligo-Umgebung. (Ich sage bewusst Umgebung, da Sligo selber nicht wirklich ... ach lassen wir das das) Also, sowas kommt dabei heraus, wenn man sich auf die Landschaft einlässt:

Ein kleines Gedicht von mir, passend zur Irischen Landschaft: "Zeitloser Raum"


22. September - Um den Geist nicht ganz zu vernachlässigen, widme ich mich in diesem Post den geistigen Ergüssen und intellektuellen Freuden des heutigen Lebens, fernab des Studiums. Beginnen wir mit dem "The Model", eine Art Treffpunkt für Kultur und Kunst, ein Gebäude zwischen Museum und Cafeteria. Hier wo ich donnerstags meine Zeichenkurse absolviere, hier war am Freitag eine "Culture Night"mit freiem Eintritt. In verschiedenen Räumen des modernen Museum waren verschiedene Musiker, die teilweise frei improvisierend die Aufmerksamkeit auf sich zogen. Der kollektive Raum-Wechsel glich einer Prozession, angeführt von dem Künstler, der unbeirrt seiner eigenen Harmonie weiter folgte. So kamen wir quasi durch das ganze Kunst-Gebäude, mit seinen freizügig eingerichteten Räumlichkeiten, die den Alltag allein schon durch die durch Wellblech tapezierten Decken zu kontrastieren vermochte. Die Musiker gaben mit Effekktgeräte verzerrte Stimmakrobatiken von sich, verwendeten herkömmliche Instrumente wie Ziehharmonika oder Gitarre oder eine Mischung aus iPod mit irischen Stimmharmonien. Es war nicht der Harmonien wegen, dass man sich diese 80 minütige Veranstaltung zu Gemüte führte. Auch nicht des Inhaltes wegen, den zu verstehen wir aufgrund des vorherrschenden Gälisch  gar nicht in der Lage waren. Es war vielmehr der Unterbruch der Zeit, die Contemporary Art (zeitgenössische Kunst) erlebbar macht. Es ist die Unterbrechung der Zeit im Alltag durch die Vergegenwärtigung der Andersheit. Menschen fürchten eigentlich "das Andere". Aber genau hier, wenn mit bekannten, nahezu alltäglichen Objekten, anders umgegangen wird, tritt das Xenophobe in den Hintergrund und es bleibt die Herausforderung des Intellekts. Der Vergleich mit einer Kirche kam mir in den Sinn: Nachdem man im Zuge der Aufklärung Gott aus unserem Leben wegrationalisiert hat, blieb den Menschen nur die nackte Wirklichkeit, die eben durch den Fortschritt der aufgeklärten Wissenschaften als solche technisch nahezu perfekt nachgebildet werden konnte. Die Kunst konnte somit weder das Wahre, das Schöne noch das Gute darstellen, ohne dabei sich nicht auf Gott oder seine Schöpfung beziehen zu müssen, oder selber durch den Fortschritt überflüssig zu sein. Und dieses profan-sakrale Gefühl von der Darbietung wurde untermauert, als ich in die Runde blickte und eine Frau in Ermanglung von Sitzplätzen vor dem Künstler kniete...  Es blieb das Andere. Anders sein. Dadurch den Geist ansprechen. Kunst zielt also nicht auf das Ergebnis, sondern auf den Zustand, den die Zeit der Darbietung für den Intellekt bietet. Es ist nicht das Sinnhafte oder das Sinnvolle, im Gegenteil, es ist genau das nicht Sinn Stiftende, das sich von jeder Handlung im Alltag abhebt und so den Mensch daran zu erinnern vermag, dass er mehr könnte, als vegetieren. So darf man also bei der Betrachtung der folgenden Bilder nicht nach dem Sinn fragen.
Gegipfelt hat der ganze Abend in einem fulminanten Abschluss einer Zusammenwirkung aller Künstler  mit einem jungen Mann, der sich entsprechend der Musik mit Kohlestiften an einer weissen Wand verwirklicht hat.

Die Kerzen unterstützen die sakrale Wirkung

Das war eine Jam-Session mit Noten

So entsteht Kunst



Montag, 4. November 2013

Google-Translator: Der Test

Ähm bevor ich jetzt mit meinem Blog weitermache, muss ich mal etwas ausprobieren. Bis jetzt dachte ich mir ja, dass ich sicher bin im Feindesland, weil hier keiner deutsch versteht und ich frisch von der Leber über den Iren und seine Gepflogenheiten wild mich auslassen kann... weit gefehlt! Da spricht mich doch eine Mitstudentin folgendermassen an: "Reini, findest du wirklich, dass wir in Pyjamas rumlaufen?" Ich: "Hüstel, wie meinst du das?" "Na, das hast du in deinem Blog geschrieben und Google-Translator hat das übersetzt..." (Siehe Blogeintrag: The College) Nun, da konnte ich nicht anders und meine Gesichtsfarbe näherte sich verdächtig schnell der Farbe eines irischen Hummers... Uups, sofort den Blogg nochmals durchwühlen auf irgendwelche bösen Anspielungen, Diffamierungen und sonstige chauvinistischen Äusserungen... und der, der mich kennt, weiss, dass ich weit von solchen Dingen weg bin und wenn nicht, distanziere ich mich zumindest weit von den Dingen die ich geschrieben habe. 
Also nun zum Test: "Liebe Katie Carr, wenn du das liest, hoffe ich, dass Google dich nicht im Stich lässt und du alles richtig verstehst, du solltest nämlich in der nächsten Stunde, die wir gemeinsam bei Tina haben, mir folgendes wortwörtlich sagen, so wie es da steht: "E bean app Lady h' eggs." danke!"
Wenn das wirklich funktioniert, dann bin ich echt platt!  

Irland Highlights 2013

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Irland Highlights 2013, ein Album auf Flickr.
Letzte Woche durfte ich meine zweiten Flitterwochen mit meiner Frau verbringen. Warum zweite Flitterwochen: Bei den ersten Flitterwochen, vor 14 Jahren, ist uns einen Tag bevor die Flitterwochen angefangen hätten unsere Alphütte abgebrannt. Da mussten wir in letzter Sekunde umdisponieren und haben aber nicht mehr wirklich etwas auf die Beine stellen können... jetzt, 14 Jahre später, haben wir es geschafft.... und in diesem Album werde ich noch weiter Fotos aus der letzten Woche hochladen...

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Sendepause bis zum 4. November

Auch die Iren haben Ferien und da ich, als quasi solcher, das natürlich auch habe, ziehe ich mit meiner Frau durch das Land, bewaffnet mit einem Fotoapparat und GPS. Welche Beute ich gemacht habe, zeige ich euch in der nächsten Woche. Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Endlich mit der Canon 5Dii unterwegs, da werde die Bilder schärfer als mit dem iPhone...

Montag, 21. Oktober 2013

The College

5.11. Lehrer braucht das Land Na, wenn man sich das Bild ansieht stellt sich die Frage, ob eine Lehrperson wirklich hätte den legastenischen Fehler dieses Produktes korrigieren sollen... aber beim übernächsten Bild wird klar, wie hätte er das auch tun sollen, nach dem Konsum des nach ihm benannten Getränkes...

...böse ist, wer böse denkt...


Teacher: englisch für Leerer (oder war das doch mit 'h' und nur zwei 'e'?)

21.10. Die erste Naht Ja, auch Männer müssen an die Maschine! An die Nähmaschine nota bene! Also, nachdem ich eine Spezialeinführung der sehr geduldigen Lehrerin erhalten hatte, machte ich mich auf den neuen Weg der feinen Stiche. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich irgendetwas kaputt mache, aber irgendwie hat es dann doch gereicht. Wir haben ein "Patchwork" nähen müssen, also einen besseren Fleckerl-Teppich und Kim und ich waren die einzigen, die fertig geworden sind. Jetzt weiss ich nicht, ob ich darauf stolz sein darf, dass ich ein 'exzellent' in der Ausführung erhalten habe... :-) 
Meine erste Naht... da habe ich echt Angst, dass ich was zerreisse oder so...

18.10. Der Versuch Na, da man als Mann an diesem College beim Kochunterricht nicht davon befreit wird, eine haarabfalleinsammelnde-Mütze zu tragen, musste ich feststelle, dass jeder mit dieser obligatorischen super-Mütze gut darin aussieht, hier der Beweis:

der coole Look mit Deckel unten... Jo Bro!

Free your mind, Bro!


11.10. Das Experiment
Das musste jetzt einfach sein, viele der Mädchen hier am College kommen mit legeren Kleidern in die Vorlesungen und mit legeren Kleidern meine ich Trainingshosen, ganz weite Trainingshosen mit einem  passenden Traineroberteil, also einem ganzen Trainingsanzug sozusagen und dann sind die Haare noch locker lässig zu einem Vogelnest ähnlichen Gebilde geformt. Da wir uns sowas in der Schweiz nicht gewohnt sind, haben wir, also Kim und ich, uns entschlossen, das ganze an uns selber auszuprobieren: Das Experiment! Also, ich habe meine Haare offen getragen, Hoody drüber, eine mausgraue Trainingshose angezogen und habe den ganzen Tag getarnt unter vielen anderen gleichgekleideten Mitstudentinnen verbracht, sozusagen auf einer überdimensionalen Pyjama-Party. Und das Resultat: Ich werde diese Erfahrung wohl nie mehr machen, da das wirklich schräg ist...  nicht das mit den legeren Kleidern, nein, sondern unter vielen Mädchen nicht mehr als Mann erkannt zu werden, das war das Hauptproblem... hier der Beweis meiner Pyjama-Hose:

7.10. Das Kochen

Wie ja jeder weiss, bin ich hierher gekommen um mal richtig zu kochen. Endlich hat also dieser praktische Teil des Unterrichts begonnen. Die Iren haben aber eine eigene Art die Kunst des Kochens zu vermitteln. Anders als bei uns widmen sich die Studentinnen (ich weiss, das ist jetzt nicht ganz gender-correct...) eine Stunde nur mal dem Miss en place, ohne Dozentin. Diese kommt und gepinnt gleich so ohne Hallo mit dem Rundgang... Ich habe bis heute noch nicht herausgefunden, wie mein Gspänli wusste, was wir kochen mussten. Dann wird gekocht, unterbrochen von einigen Theorieteilen und Vorführungen der Dozentin und dann wird das Resultat beurteilt. Es wird also NICHT gemeinsam gegessen, und reden während des Kochunterrichts ist eh verboten... Hier steht echt der wissenschaftliche Faktor im Vordergrund, das sieht man auch an der Schutz-Kleidung:

- Stahlkappenshuhe (Im Falle eines fallendes Messers)
- Schwarze Gummizugelasto Umstands-Hosen (Im Falle einer plötzlichen Blähung)
- Weisser Laborkittel (die Göttinnen in weiss)
- Hygiene-Haar-Haube (möglichst doof aussehend, damit man nicht zuviel Autorität hat)

Das sieht dann ungefähr bei drei Klassenkolleginnen so aus:

Man beachte die Kochmützen!

Man beachte das einheitliche Outfit und das schwere Schuhwerk...

24.9. Endlich wird es praktisch

Unser praktischer Unterricht hat begonnen... nein noch kein Kochen: Labor! Wir haben mit irgendwelchen Chemikalien zu bunten Sachen in Reagenzgläsern gemischt, dabei vertraut, dass die Flüssigkeiten in den Gefässen auch das waren, was die Lehrerin uns sagte, was es sein sollte. Das ganze sollte scheinbar irgendetwas mit Zuckern und Kohlehydraten zu tun haben...

13.9. Heureka - menschliche Bedürfnisse

Ich habe heute auf dem Campus endlich gefunden, was zu finden ich nicht mehr geglaubt habe! Ein Einrichtung für das Wasserlassen eine Mannes! Wow! Und ich dachte, ich müsste auf jedem WC den Deckel aus Protest oben lassen! 
Verzeiht, wenn ich kein Foto anhänge...

12.9. Noch 95 Tage

Präsenz- Zeiten sind sehr hoch hier am St. Angelas. Wirklich immer 9.00 - 17.00 oder vielleicht sogar noch länger. Mittlerweile habe ich mich mit soviel geballten weiblichen Hormonen abgefunden und jetzt da man die Mitstudentinnen immer etwas besser kennenlernt, ist alles nur noch halb so wild. Der Unterricht findet jetzt regelmässiger statt und das zu spät kommen bleibt im Rahmen unter 15 Minuten (seitens der Dozenten)... Ach ja, ich habe beschlossen im Blog nicht mehr vom Regen zu schreiben, denn das tut es wirklich fast jeden Tag, sondern neu formuliert: Es ist grün. Heute, zum Beispiel, ist es sehr grün!

9.9. Der erste Tag am College! 

Und es war sowas von einem Gegenteil, was man so in der Schweiz kennt. Ich weiss gar nicht, wo ich genau anfangen soll... ach ja, nehmen wir den Stundenplan: Der Stundenplan wechselt jede Woche (warum er das tut, weiss keiner, aber er tut es) Gut, das mit Wechsel ist ja noch eins, aber wir haben auch nur erst diese Woche bekommen. Gut mit dem könnte ich auch noch leben, aber von den 7 geplanten Stunden heute sah es folgendermassen aus: 1. & 2. Lektion - Interieur Design: Das war echt gut, so mit der Maslow'schen Pyramide die Einrichtungsbedürfnisse erklären... ABER der Unterricht war schon nach einer Stunde fertig (die Powerpoint, von der immer konsequent abgelesen wurde, ist ausgegangen) Na gut, eine Stunde Pause. Kann ja nicht schaden. Dann 3. Lektion - Generelle Einführung (im Stundenplan war das gar kein Subject, da es keinen Platz hatte, also da wussten wir nicht was auf uns zukam) war aber sehr unterhaltsam, da die Dozentin des irischen Humors mächtig ist. In der 4. Lektion kam nach ca. 15 Minuten eine Dozentin, die aber am falschen Ort war, weil sie die 1. Semester unterrichten sollte und nicht uns. Na gut, nachdem sie gegangen ist, sind wir dann auch alle gegangen. Gut nach der Mittagspause, in der wir eigentlich mit der SU-Präsidentin abgemacht hätten (also wir waren da), ging es in die Didaktik. Na und die hiess auch: Lass dich nicht blicken, zumindest galt das für den oder die Dozentin. Und dann noch Religion: Das war sehr aufbauend und auch sehr gesprächslastig, was für uns zum Sprachen Lernen sehr toll war... ABER, wie wir alle wissen können oder wollen die Iren das "th" nicht richtig aussprechen. Das führte bei folgenden Satz zu seinem Höhepunkt, wobei der Lehrer meinte, dass die beiden elementaren Worte gleich ausgesprochen werden, und er es auch so tat: << It cannot be taught if it is not first thought >>... na ja, ich weiss nicht ob ich mit meinem Englisch besser werde... sicherlich nicht in der Aussprache.

Na, das wäre alles noch gegangen, aber am Meisten genervt hat mich der Lärm. Aufgrund der Tatsache, dass dutzende von Girls sich ungeachtet der Nachbargespräche in voller Lautstärke zu unterhalten versuchen, steigert sich der Lärmpegel in die Nähe einer direkt neben dir startender Concorde. Die Concorde wurde wenigstens abgeschafft, aber hier in der Mensa ohne Tinitus zu überleben ist für einen Mann nicht möglich. Und da heisst es immer, wir Männer würden nicht zuhören, dabei könne wir gar nicht weghören!

So, und zu guter Letzt noch ein paar Bilder vom St. Angelas...




Sonntag, 20. Oktober 2013

SO Auslandserfahrung

20.10. Weihnachtswünsche sollte man für genug haben, hier ist meiner:

Mein Weihnachts-Wunsch an der PH: 
Lieber Herr WeihnachtsmAnnen, auch wir in Gossau hätten gerne eine solche Aussicht in unserer Mediathek. Der See im Hintergrund muss nicht wie der Logh Gill völlig Ufer-unbesiedelt sein, es reicht uns eine handelsübliche, atemberaubende Stimmung, solange es schnelles Internet und eine zweite Mikrowelle in der Nähe gibt. Vielen Dank!
Ungefähr so:
Arbeitsplätze in der Mediathek...

Die habe sogar Bücher da...

1.10. Ja hier wird noch gewählt, also morgen sind die grossen Wahlen von den SU Vorstands-Mitgliedern. Das war richtig herzig, wie die Studentinnen im SU-Room vorne standen und ihre Rede begonnen haben mit "Why you should vote for me...." Das war kurz nachdem es gratis Pizza Stückchen gab. Also, es war wirklich nur eine Schnitte, die jedes Mädel bekam, trotzdem war es ein Spektakel, das einer Haifischfütterung in nichts nachsteht. Ja genau, da war noch der DJ von einem nahen Pub, der aufgelegt hat und es gab auch noch gratis Eis, wenn man genug dicke Schuhsohlen hatte, um bis zum Anfang der Schlange sich durchwarten zu können. Hey, und das alles in der Mittagspause... Bin ich froh, dass wir keine Wahlen haben an der PHSG für die Vorstandsmitglieder, denn sonst würden auch in der PH in der Wahlwoche soviel Plakate mit "Vote for me" hängen.

Man sieht den DJ gar nicht mehr, obwohl schon fast der ganze Abfall weggeräumt wurde...


18.9. Die SO heisst hier in Irland SU, macht ja auch Sinn, denn sonst würde es ja "Students Onion" statt "Students Union" heissen. Ich als beurlaubter Präsident unserer SO nutze die Gelegenheit und versuche einiges herauszufinden, wie es hier so abläuft in der Onion, ach ich meinte Union. Ich werde fortlaufend alle meine Erkenntnisse festhalten:

- Die SU Präsidentin hier hat einen bezahlten Vollzeitjob, das heisst, sie studiert nicht, sondern widmet sich voll und ganz der SU. Am IT Sligo sind es sogar 3 Vollzeitstellen...

- Am Einführungstag zeigt die SU das gesamte College und informiert über alles mögliche

- Auch Studenten fahren auf der falschen Seite der Strasse

- Die Präsidentin Ammée trägt einen Pullover mit der Aufschrift (gaaanz gross): The President *auchwill

- Email-Disziplin NICHT vorhanden. Es gehen grundsätzlich alle Emails an alle Studenten! Echt krass, und davon gibt es echt viele, nämlich ungefähr 20-30 Emails pro Tag! Die besten zwei von heute exklusiv auf diesem Blog (wohlgemerkt, die waren ohne Inhalt, also nur der Betreff zählt):



Samstag, 19. Oktober 2013

Sports


19.10 Ein (also der erste) genderkorrekte/r Blogeintrag/Blogeintragerin wegen Felix: Der Sack/die Sackeuse (im Duden steht leider keine weibliche Form zu Sack, darum habe ich mich für die weibliche Form...-euse entschieden, wie in Coiffeuse) und ichDie Iren und die Irinnen haben ja die "Irish Pubs" erfunden, ich kann es gar nicht oft genug erwähnen. Was gibt es in den Pubs? Guiness natürlich, keine Raucher und keine Raucherinnen (find ich seit 6 Wochen voll super), viel Livemusik und hin und wieder ne richtig saftige Schlägerei. Vielleicht ist Irland darum eine erfolgreiche Boxnation. Mann/Frau, das war jetzt aber eine lange Einleitung für: Der Reini hat mit Boxen angefangen und sich einen schwer verständlichen, nuschelnden Boxcoach mit sadistischen Zügen geangelt. Das Fitnessstudio, das verschwitzte, ist ja schon bekannt, nämlich genau da trainiere ich.. habe natürlich schon in der zweiten Lektion gelernt, wie man in einem Pub den Iren oder die Irin auf die Bretter schicken kann. Aber, dass ich bei diesen Unterricht immer einen Praxisbezug sehe, ist gar nicht mein Hauptaussagewunsch/Hauptaussagewunscheuse dieses/dieser Blogeintrags/erin. Sondern: Als ich nach einer Dreiviertelstunde Folter von Jason (eben, das ist mein cooler Coach, der immer will, dass ich für ihn jodle, weil ich ja Schweizer/Österreicher bin) zum brutalen Boxsack-Boxen/Boxsaceusen-Boxen kam (für Aussenstehende sieht es aus, wie sinnfreies, wildes schlagen des Sackes/der Sackeuse) da passierte es: nach einer Salve von 7 Rechten ist die Halterung/der Halterer des Boxsackes/der Boxsackeuse gerissen und das Ziel meiner gebündelten Agressionen ist zu Boden gegangen. Sieger durch K.O.: Ich! Als Jason mich fragte, welche Steroide ich nähme, sagte ich: Keine; Es reicht der Gedanke ans Filzen und Stricken am College... Und da soll mal eine behaupten, ich sei nicht gender-korrekt! Hier der Beweis/Beweiseuse der Geschichte:
Der Sack/die Sackeuse sollte rechts an der Stange hängen

Die Schweissnaht ist gerissen

 

Jetzt hat er/sie mal Auszeit in der Ecke/Eckeuse...


7.9. Heute mit dem Training effektiv begonnen. So cool, endlich spürt man seinen Körper wieder! Bilder von mir gibt es erst am Ende der Trainingsphase, also in 14 Wochen... sorry Girls... (Mist, jetzt fühl ich mich selber angesprochen!)

5.9. Na, wer sagts denn, eine Mukki Bude, gleich um die Ecke an der John Street. Wenn man die Bilder so ansieht, könnte man fast meinen, dass es der Anfang einer erfolgreichen Geschichte wird! Man kommt sich fast so vor wie Rocky, der im Hinterhof Hühner fangt...
Und nein, ich habe kein Geld bekommen, als ich das Abo gelöst habe, ich musste wirklich bezahlen...

Wenn das nicht vielversprechend aussieht...

Das weisse auf dem Boden ist einfach fehlender Teppich...

Motivation auf Irisch! 
Shut up and lift! "Häb d'Schnurre und lupf!"