Sonntag, 29. September 2013

Jogging Experience in Ireland

29.9. Heute war es soweit: 10 Meilen Coast to Coast, von Strandhill nach Rosses Point. Das sind ganze 16 Kilometer!!! Es waren 318 Teilnehmer. Mein Ziel war ganz klar: 1.) Überleben! 2.) Die ganze Strecke rennen (und nicht wie andere zwischendurch einfach mal gehen) und 3.) Nicht Letzter werden! 
Und ich habe gewonnen! (also moralisch, ... also ich über mich, ....ähm also nicht das ganze Rennen) Ich bin auf den glorreichen 218ten Platz gelaufen!!! Für das, dass ich fünf Mal trainiert habe (nie länger als 10 km) und für das, dass ich seit über 3 Jahren keinen einzigen Sport mehr machen konnte, hätte ich also wirklich den 217ten Platz schaffen sollen! Irgendsoein irischer Usain Bolt hat mich in der Zielgeraden noch überholt... *grumml. So what, I did it!!! Weiss-irischer Usain Bolt hin oder her, ich habe es geschafft. Ich habe viel zu schnell angefangen und musste mich dann unendlich oft überholen lassen. Ich habe mir dann einfach gesagt, dass das Teilnehmer von einem anderen Rennen sind... OK, so klappte das mit der Selbstblendung hervorragend. Nach 5 Meilen war dann endlich der erste Schmerz überstanden und wurde ab Meile 7 von unsäglichen Schmerzen in den Beinen abgelöst, ich habe echt gedacht, dass ich die Beine demnächst verlieren werde, aber Ziel 2. (Die ganze Strecke rennen) war zu präsent, als dass ich mir Sorgen gemacht hätte, wie ich ohne Beine weiterrennen soll... ich hab es einfach gemacht. Und dann nach 1 Stunde, 40 Minuten und 34 Sekunden war das Martyrium überstanden. Damit den Worten auch Bilder folgen, seht ihr hier ein paar echte Beweisbilder von mir, gefolgt vom entspannenden Ausklingen in Rosses Point.


Das wichtigste am Bild bei Meile 7: Es läuft noch jemand HINTER mir :-)

Das war die Strecke Coast to Coast (Küste zu Küste)
Da haben wir gestartet, im Hintergrund sieht man noch den Berg Knockinarea (Berg...Haha!) 
Die Zielgerade :-)

Chillout am Rosses Point Strand: Achtung, kopflose können hier echt runterfallen 
Das nenne ich mal schön!

Das auch!

Das auch!

Das auch, mit Kim auf der Treppe :-)

Golfanlage, mit echtem Grün:-)




24.9. Ich muss wahnsinnig sein: Ich habe mich für den 10 Meilen Charité Lauf am Sonntag angemeldet...


12.9. Bäm!!! Heute Abend beim lockeren Joggen:



8.9. Heute den eigenen Rekord aufgestellt: 10 km Joggen! Und das bei 11° und Regen - das ganze verbunden mit dem nächsten Geocache, wo ich alle 4 Travelbugs aus der Schweiz ablegen konnte... Das mit der Regenjacke war ja eine gute Idee, zumindest am Anfang. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Mit der Regenjacke wurde ich nicht vom Regen nass, dafür aber vom Schweiss... na ja, das nächste Mal halt dann ohne. Aber auch heute wieder phänomenal!
Im Hintergrund sieht man den Ben Bulben, den Hausberg von Sligo

Das Land ist auch im Regen schön...

Am Fuss des Knocknarea lag der Geocache...

5.9. Ja, auch Irland muss bejoggt werden! Heute morgen zum ersten Mal wieder seit über drei Jahren bin ich richtig gejoggt, eine nette Stunde und etwas mehr als 7 Kilometer und das beim Sonnenaufgang und fantastischer Landschaft. Was will man mehr? Das schönste finde ich, dass ich, nach meiner erfolgreichen Zwischenprüfung, die sehr lernintensiv war, meinen Körper mehr als nur als Stütze meines Kopfes verwenden darf...
Hier noch die Route von heute. Wer von euch im Runkeeper ist, soll mir das kurz mitteilen :-)
Etwas unkreativ, aber hin und zurück  war auch schön...

Und das sieht man beim joggen... 

Freitag, 13. September 2013

Irische Abstinenz

Ja, ich weiss, der Titel ist ein klares Oxymoron, ach nein, das ist eher ein klares Paradoxon. Aber trotzdem habe ich entgegen der landläufigen Gepflogenheiten meine inneren Schafhund (irische Adaption von Schweinehund) bezwungen und den Konsum von Alkohol und Tabak stark reduziert. Oder einfach zu gut Deutsch: Ich habe vor 10 Tagen aufgehört mit Rauchen. Wow, könnte man sagen, aber jetzt kommt der Auslöser (an alle Geschichtsmitstudierenden: nicht der Grund, nur der Auslöser) für diesen Schritt: Ein Päckchen Zigaretten kostet umgerechnet 12,50 Franken. Also bei aller Liebe zum Rauchen, aber das geht gar nicht. So habe ich meine letzte Schachtel Zigaretten letzte Woche geraucht und aufgehört. Seither keine mehr geraucht und nicht mal Lust gehabt eine zu rauchen. Ist doch wahr, der Preis kann einem alles versauen...

Mittwoch, 4. September 2013

Tag 4 - Das Meer

So, heute war das Meer das Ziel unserer Anstrengung! Wir haben also gepackt (genau genommen habe ich mein ganzes Anglerzeug gepackt) und haben den Bus genommen nach Strandhill. Der Wind hat uns dann als erster begrüsst. Sofort habe ich mich mit meiner Ausrüstung an den von Barthon & Smith angegebene Angelstelle begeben, da ich natürlich auf die Gezeiten achten musste. So hiess es, bei steigender Flut kann man gut fischen! Von wegen, und nachdem ich den zweiten Köder versenkt hatte, werde ich nur noch ans Meer fischen gehen, wenn mir jemand gezeigt hat wie. Trotzdem war der Ausflug sehr schön und zu Hause wurden wir dann auch noch nach irischer Tradition von einem Regen willkommen geheissen.


Dienstag, 3. September 2013

Tag 3 - Einführungstag am College

Das war was heute Morgen! Zuerst gehe ich zum ersten Mal seit drei wieder Joggen (Habe es innerhalb von einer halben Stunde doch nicht ganz ans Meer geschafft) und dann ging es an den Einführungstag vom St. Angelas College. Ja, es ist die einzige Hauswirtschaftshochschule in ganz Irland, aber ich kam mir vor, wie in einem Mädcheninternat für grössere Mädchen. Ich war sage und schreibe der einzige Mann am Einführungsstag. Dann kommt noch dazu, dass die meisten Mädels auf dem Campus wohnen, da die Schule weit ausserhalb der Stadt liegt, einsam, im Wald... ob das was mit dem Zimmer 4 zu tun hat?
Blick vom Campus auf mein zukünftiges Fischerparadies (Trouts & Pikes)
Sei es wie es sei, ich allerdings bin froh, dass ich Down Town wohne, weit weg von den Sorgen junger  Frauen, die sich zu Lehrerinnen ausbilden lassen...

P.S.: Seit heute fühle ich mich auch angesprochen, wenn der Dozent vorne sagt: "Hey girls, ...."

Montag, 2. September 2013

Tag 2 auf der grünen Insel

So, wir haben gerade erfahren, dass unser Studium erst am Montag den 9. September anfängt und nicht am 2. September... oder so... oder vielleicht, na ja, wir werden heute noch mehr erfahren... Das heisst, der heutige Tag steht ganz im Zeichen von Organisation: Wir fahren in den Aldi (ja auch hier gibt es den, ich muss noch herausfinden wie Aldi auf gälisch heisst) und gucken mal, wie weit das Meer weg ist... Immerhin muss ich ja noch Fische jagen!

Für alle, die mir via Post was schicken wollen:


Reinhard Steiner
8 Knock Terrace
Wolfe Tone Street
Sligo
Ireland

Und da ist auch meine tolle irische Nummer:
+353 (85) 283 8571

Ja genau, die Iren haben keine Postleitzahl. Na ja, ist ja nur eine Insel, da kann es ja nicht kompliziert sein...

Sonntag, 1. September 2013

Der Anfang: Sonntag, 1. September

So, die Expedition hat begonnen! Auf was habe ich mich da wohl eingelassen? Das werden die nächsten dreieinhalb Monate zeigen. Gelandet sind wir (das bin ich und meine Mitstudentin Kim Amberg) pünktlich in Dublin und haben den Bus noch wunderbar erreichen können, der für hiesige Verhältnisse pünktlich war (+13 Minuten). Die Reise übers Land dauerte über drei Stunden in einem Bus ohne WC aber dafür mit W-Lan. Als erstes haben wir das Haus bezogen, ich wohne im ersten Stock. Die Fotos zeigen schon mal einen netten Eindruck meiner neuen Herberge. Jetzt muss ich noch auspacken und einkaufen gehen. Ja die Läden hier haben am Sonntag genauso offen wie unter der Woche...
Das Haus meiner WG in Sligo, Irland

Da komme ich rein

Blick auf die Strasse, wenn man vor meiner WG steht...

Die Häuschen sehen fast alle gleich aus.

Rasenmähen muss ich also nicht.